Spieglein, Spieglein …

Spieglein, Spieglein,

ich sehe dich und zugleich mich.

Vollkommen.

Mit allen Schatten und all dem Licht.

Ich kann mich nicht verstecken,

ich muss hinsehen.

Was zeigst du mir?

So viel Schönheit und auch so viel Traurigkeit…

Doch auch die Traurigkeit scheint schön, denn ihre Verletzungen haben mich wachsen lassen.

Die Wunden zeigen sich nochmal, aber der Schmerz darf ziehen.

Jede Wunde ist eine Erkenntnis, ein Erwachen.

Jede Wunde lässt mich noch mehr strahlen, sobald der Schmerz vergangen ist.

Spieglein, du zeigst mir mich selbst.

Meine vermeintliche Unvollkommenheit, die mich zu meinem vollkommenen Selbst macht.

Mein Licht.

Du zeigst mir, dass ich mehr als nur ich bin;

dass wir alle eins sind;

dass alles Liebe ist.

Spieglein, ich danke dir!

Und was zeige ich dir?

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